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Großübung für die Auslandseinheit "HCP"

Wenn Katastrophen keine Grenzen kennen, muss Hilfe international funktionieren! Eine unserer Auslandseinheiten hat bei einer groß angelegten Übung im fiktiven Land "Ulanistan" den Ernstfall geprobt. Mit dabei: unser Helfer Jens Oehlke als Einsatzleiter. Wie die Übung ablief, was trainiert wurde und warum solche Einsätze so wichtig sind, erfahrt ihr hier im Bericht.

Wenn jede Minute zählt: Katastrophenschutz übt internationalen Einsatz

Überflutete Straßen, evakuierte Anwohner und chaotische Zustände. Dieses Szenario erwartete die Einsatzkräfte bei einer groß angelegten Katastrophenschutzübung. Das Besondere daran: Geübt wurde der Ernstfall eines internationales Auslandseinsatzes. 

“Ulanistan”, ein fiktives Land, bildete den Schauplatz dieser Übung. Tatsächlich fand die Übung in Demmin statt. Ziel war es, die Abläufe und die Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfeinheiten zu trainieren. 

Ein Szenario, das Leben retten kann

Das Übungsszenario: Ein massiver Wasserrohrbruch hat weite Teile einer Ortschaft überflutet. Straßen stehen unter Wasser, Häuser sind beschädigt, Menschen verletzt und abgeschnitten von der Außenwelt. Schnell muss entschieden werden. Wo wird zuerst geholfen? Welche Ressourcen stehen zur Verfügung? Und wie kann die Kommunikation unter schwierigen Bedinungen aufrechterhalten werden? 

Solche Lagen erfordern höchste Professionalität und eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Einsatzgruppen. Dabei wurde auch der Einsatz von Spezialausrüstung und mobilen Einsatzeinheiten unter realistischen Bedingungen geprobt. 

THW-Auslandsmodul “HCP” im Einsatz

Im Mittelpunkt der Übung stand das THW Auslandsmodul “HCP”. HCP steht für High Capacity Pumping. Dieses spezialisierte Modul kommt bei internationalen Katastropheneinsätzen zum Einsatz, wenn große Mengen Wasser abgepumpt werden müssen. Beispielsweise nach Übberschwemmungen oder Dammbrüchen. 

Das HCP-Modul des THW umfasst leistungsstarke Großpumpen, spezielle Fahrzeuge und erfahrenes Personal, das auf Einsätze unter schwierigen Bedinungen vorbereitet ist. Die Einheit ist europaweit und international einsatzfähig. 

Im Rahmen der Übung “Ulanistan” wurde das HCP-Modul des Landesverbandes Küste intensiv getestet. Vom Verlegen langer Schlauchstrecken über das Abpumpen großer Wassermassen bis hin zur Koordination mit anderen internationalen Hilfskräften.

Grenzübertritt mit Zollkontrolle inklusive

Ein besonders wichtiger Bestandteil der Übung war die Simulation des Grenzübertritts nach “Ulanistan”. Hierbei mussten die Einsatzkräfte mit ihren Fahrzeugen und Gerätschaften eine eigens eingerichtete Kontrollstelle passieren. Inklusive Zollabfertigung und fiktiver Einreiseformalitäten. 

Solche Situationen sind im internationalen Einsatz keine Seltenheit und erfordern von den Einheiten nicht nur Geduld, sondern auch eine gute Vorbereitung und Kenntnis der Abläufe. Die Übung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig es ist, auch bürokratische und logistische Hürden im Vorfeld zu trainieren, um im Ernstfall keine wertvolle Zeit zu verlieren. 

Unser Helfer Jens Oehlke als Einsatzleiter

Besonders stolz sind wir darauf, dass unser Helfer Jens Oehlke die Rolle des Einsatzleiters übernahm. Mit viel Erfahrung, Übersicht und klarem Kopf führte er die Einheiten durch das Szenario. Seine Aufgabe: den Überblick behalten, Prioritäten setzen und die Helferinnen und Helfer sicher durch die Übung zu führen. 

Solche Übungen sind enorm wichtig, um im Ernstfall international helfen zu können. Hier zählt jede Minute. Und dafür müssen alle Handgriffe sitzen und die Kommunikation perfekt sein.

Warum Auslandseinsätze trainiert werden müssen

Naturkatastrophen, humanitäre Notlagen oder technische Großschäden machen nicht an Ländergrenzen Halt. Damit deutsche Katastrophenschutzeinheiten im Bedarfsfall schnell und wirkungsvoll Unterstützung in Krisenregionen leisten können, sind regelmäßige und realitätsnahe Übungen unverzichtbar. 

Sie dienen dazu: 

  • die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern zu verbessern,
  • Einsatztaktiken an unterschiedliche geografische und kulturelle Bedingungen anzupassen
  • und die Helferinnen und Helfer optimal auf die Herausforderungen in einem fremden Land vorzubereiten.

 

Ein starkes Team für den Ernstfall

Die Übung in “Ulanistan” hat eindrucksvoll gezeigt, dass das Auslandsmodul “HCP” für einen internationalen Katastrophenschutzeinsatz bestens vorbereitet ist. Dank engagierter Einsatzkräfte können wir im Erstfall schnell, professionell und über Grenzen hinweg Hilfe leisten. 

Wir danken allen Beteiligten für ihren Einsatz, ihren Teamgeist und ihr Engagement für die internationale Katastrophenhilfe. 


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